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Schloß Ballenstedt

Stand: 09.09.2007

Lage

Deutschland,
Bundesland Sachsen-Anhalt,
bis 30.06.2007 Landkreis Quedlinburg, ab 01.07.2007 Landkreis Harz,
Stadt Ballenstedt

Erhaltung

Dreiflügelige Barockanlage mit Schloßpark,
Zeughaus (heute Gasthof),
klassizistischem Marstall und
frühklassizistischem Schloßtheater

Geschichte

Um 1046 Gründung eines Augustiner-Chorherrenstiftes durch Graf Esico von Ballenstedt.
Ab 1123 Selbständiges Benediktinerkloster auf Veranlassung von Graf Otto von Ballenstedt, der auch der Reiche
genannt wird.
1525 Teilweise Zerstörung im Bauernkrieg. Das Kloster wird durch Fürst Wolfgang von Anhalt säkularisiert.
Nach 1525 Wiederherstellung des Westflügels durch Fürst Wolfgang.
Anfang 17. Jh. Nutzung als Prinzen- und Witwenresidenz.
Zwischen 1618 und 1648 Mehrfache Belagerung und Ausplünderung des Schlosses.
Ab 1627 Nutzung als Wohnsitz von Christian II. von Anhalt.
Ende 17. Jh./Anfang 18. Jh. Umbau zur Schloßanlage und Anlegung des Parks im Auftrag der Fürsten von Anhalt-Bernburg.
Um 1692 Errichtung des Südflügels im Auftrag von Fürst Victor Amadeus von Anhalt.
1704 Errichtung des Nordflügels.
1719/20 Erweiterung des Nordflügels.
1732/33 Erbauung des Jagd- und Zeughauses im Auftrag von Fürst Victor Friedrich von Anhalt.
1748 Abriß der Klosterkirche und Erbauung des Schloßkirchenflügels.
1765 Erhebung Ballenstedts zur Residenz durch Fürst Friedrich Albrecht von Anhalt-Bernburg.
1765-1796 Residenz von Fürst Friedrich Albrecht von Anhalt-Bernburg.
1765 Umbau des Jagd- und Zeughauses zum Gasthof durch Baumeister Pelletier.
1766 und 1773 Umgestaltung des Südflügels.
1788 Erbauung des Schloßtheaters und des Kleinen Silbersteinteiches im Park.
1794 Erbauung des Großen Silberteiches im Park.
1796-1834 Residenz von Fürst Alexius Friedrich Christian von Anhalt-Bernburg, dem Sohn von Friedrich Albrecht.
Alexius Friedrich Christian wurde 1806 zum Herzog erhoben.
1810 Errichtung des Marstalls im Auftrag von Fürst Alexius Friedrich Christian.
21.11.1817 Eheschließung von Prinz Friedrich von Preußen mit Wilhelmine Luise Prinzessin von Anhalt-Bernburg,
die am 30.10.1799 hier geboren wurde.
1834-1863 Residenz von Herzog Alexander Carl von Anhalt-Bernburg, dem einzigen Sohn von Herzog Alexius
Friedrich Christian.
1858-1863 Umgestaltung des Parks nach Plänen von Peter Joseph Lenné im Auftrag von Herzogin Friederike von Anhalt-Bernburg. Friederike stammt aus dem Hause von Holstein-Sonderburg-Glücksburg.
Bis 1863 Besitz der bernburgischen Linie der Askanier, die mit dem Tod von Herzog Alexander Carl von
Anhalt-Bernburg ausgestorben ist. Der Besitz gelangte nunmehr an die anhaltinische Linie von Dessau.
1863-1902 Witwensitz von Herzogin Friederike von Anhalt-Bernburg, die den Südflügel bewohnte.
1863-1918 Sommerresidenz der Herzöge von Anhalt und Nutzung als Jagdschloß.
1890 Abbruch baufälliger Gebäude im Schloßpark.
1918-1945 Wohnsitz der Herzogsfamilie von Anhalt.
1922 Übergang des Parks in den Besitz der Stadt Ballenstedt.
1945 Zerstörung der Schloßkapelle und Enteignung derer von Anhalt.
Zwischen 1945 und 1949 Nutzung als sowjetisches Militärlazarett.
Ab 1949 Nutzung als Forstfachschule.
Ab 1990 Übernahme der Anlagen durch die Stadt Ballenstedt, die sie sanieren und umbauen ließ.
1994-1996 Wiederherstellung der Schloßkirche.
Heute Nutzung als Museum und für Ausstellungen.

Hinweise

In der ehemaligen Klosterkirche befindet sich das Grabmahl von Albrecht dem Bären und seiner Gattin Sophie.

Bilder/
Photos

Blick aus Richtung Röhrkopf 

Photo: René Kleist
Titel: Blick von Schloß Röhrkopf (2007) 

Photo: René Kleist
Titel: Blick in den Innenhof (2007) 

Photo: René Kleist
Titel: Nordostflügel (2007) 

Photo: René Kleist
Titel: Schloßpark (2007) 

Erbaut 1788 

 

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